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In der Kirche des heiligen Gaetano in Neapel, errichtet auf den Ruinen eines antiken Tempels, beten die einfachen Leute für die Erfüllung ihrer Wünsche. Gina, das 17-jährige Mädchen, dem die Männer nachsehen, möchte ein Bild sein, ein Bild auf den Titelblättern, auf den Kinoleinwänden. Der Volkssänger Antonio will in der Oper auftreten als Nachfolger des großen Caruso, und die Padrona bittet um Brot für ihre Kranken Kinder. Der reiche Mühlenbesitzer schließlich interessiert sich nur für den guten Fortgang seiner Geschäfte. Die Armen möchten reich sein und die Reichen noch reicher, und der heilige Gaetano soll ihnen dazu verhelfen. Piazza San Gaetano von Alfred Andersch nach der gleichnamigen Erzählung aus: Alfred Andersch: Erzählungen I, Regie: Gert Westphal, Musik: Hans Werner Henze.
©2004 Diogenes Verlag AG, Zürich (P)1958 SWR

Lucien hat eine glänzende Zukunft vor sich. Er ist jung, begabt, bildschön und sein Talent als Autor ist viel versprechend. Sein einziger Makel: als Apothekerssohn trägt er den Titel eines "de Rubempré" ohne Legitimation. Dennoch genießt er die Gunst der vierzigjährigen Madame Anas de Bargeton, der "Königin" von Angoulême. Als die keimende Liebe zwischen dem ungleichen Paar in Angoulême zu einem Problem zu werden droht, flieht sie mit Lucien nach Paris, um sich dort inkognito mit ihm zu vergnügen, ihn über ihre verwandtschaftliche Beziehungen in die Pariser Gesellschaft einzuführen und aus ihm einen berühmten Schriftsteller zu machen. In Paris erschleicht er sich absichtvoll die Fürsprache und Gunst mal dieser, mal jener Damen und Herren von Rang. Dank ihrer Beziehungen hofft Lucien, einen Verleger für sein Manuskript "Der Bogenschütze Karls IX" zu finden. Doch die Angoulêmer Intriganten, u. a. Baron du Châtelet folgen Madame Anas und verhindern das traute Glück. Unter dem Druck der Veröffentlichung der niederen Herkunft Luciens wendet sie sich von dem Jungen auf Anraten ihrer adeligen Cousine ab. Aufgebaut und fallengelassen von seiner Geliebten, ausbeuterischen Verlegern und skrupelloser Journalisten, schwört das junge Autorentalent Lucien bittere Rache. Er wird zum Schriftsteller ohne Prinzipien, außen ein Dandy und innen zu jedem Verrat bereit.
©2006 Der Hörverlag (P)1971 Hessischer Rundfunk/Westdeutscher Rundfunk Köln

Said ist der Sohn eines reichen Mannes und seiner zierlichen Frau, die an Feen glaubt. Kurz nach Saids sechstem Geburtstag stirbt seine Mutter. Sie hinterlässt ihm eine Kette und ein Pfeifchen, das sie von einer Fee bei seiner Geburt erhalten hat. Der Vater soll es Said geben, sobald dieser zwanzig Jahre alt ist. Said bricht kurz nach seinem 18. Geburtstag nach Mekka auf. Sein Vater gibt ihm Kette und Pfeife mit, damit diese ihn beschützen soll...
©Gemeinfrei (P)1956 SWR