Peter Rosei has 3 audiobooks on Listento.it, narrated by 16 narrators. The most-rated is Goldtatze.

Vor genau einem Jahr haben Franz und Toni mit der Arbeit auf der Baustelle aufgehört; sie haben die "Kellen abgeputzt, die Hände im Kübel gewaschen, das Haar zurückgekämmt - und dann ... ein neues Leben begonnen". Doch nun, nach diesem Jahr, sitzen sie da: voller Sehnsucht, aber ohne Geld. Wie aus einem gleichzeitig luftigen und doch schweren Traum taucht da der Doktor Kasparek auf und überredet die beiden mühelos zum großen Coup. Und tatsächlich ist plötzlich sackweise Geld vorhanden. Aber ein beunruhigendes Faktum verursacht erste Risse im Traum vom schnellen Geld, das die Sehnsucht stillt: Es floss nämlich Blut. Doch das ist noch nicht einmal alles. Als wären sie in den falschen Traum geraten, führen Franz und Toni fast wie unschuldige Kinder ein gewalttätiges Werk zum bitteren Ende. Regie: Otto Düben. Musik: Matthias Thurow. Peter Rosei (geb. 1946) ist ein österreichischer Schriftsteller und Essayist. Er ist u.a. auch Autor der Produktionen "Madame Stern", "Am Meer", "Goldtatze" und "Die Schauspieler im Glück".
©1988 SWR-Manuskript (P)1988 SWR

Am Strand einer Insel - als Insel der Utopie bezeichnet ein Sprecher den Ort des Geschehens - tummeln sich Rita und Oskar, Martha und der Barkeeper Toni, Marthas Tochter Agnes und ein Provinzadonis namens Roberto. Es wird geplappert und getrunken, banalste Lebensweisheiten kommen wie Sprechblasen daher; Eifersüchteleien und Flirts stehen ebenso auf dem Programm wie Hoffnungslosigkeit und trotzige Lebensgier. Die "Utopier" also wirken ganz alltäglich. Doch erweist diese Alltäglichkeit sich bald als eine gemachte, künstlich hergestellte Wirklichkeit. Denn diese so täuschend normal agierenden Personen sind allesamt Mitwirkende an einer auf mindestens zwanzig Folgen angelegten Fernsehserie. - Und sowohl den Protagonisten als auch den Zuhörenden gerät Sein und Schein zunehmend durcheinander. Regie: Otto Düben, Musik: Matthias Thurow
©1990 SWR-Manuskript (P)1990 SWR

Auf Jahrmärkten zwischen Schiffsschaukeln, Messerschleifern und fahrendem Volk sind sie anzutreffen: Goldtatze, der Tanzbär, und Gnom, sein gestrenger Herr und Meister. Roh an der Kette geführt, muss Goldtatze tanzen, wenn die Trommel schlägt, den Körper hoch aufgerichtet und die Schnauze gegen den Himmel gereckt, bis er fast umfällt vor Müdigkeit und Erschöpfung. Soll dies nun ewig so weitergehen? Kann nicht der Bär einmal trommeln und der Mann dazu tanzen, bis ihm die Schuhsohlen rauchen? Warum muss Goldtatze mit Knochen und Käserinden, mit einem Schlafplatz im zugigen Hinterhof vorliebnehmen? Kann es nicht sein wie früher, als er in den Astgabeln nach Honignestern schnupperte und mit seinen Geschwistern auf den sonnigen Hügeln herumtollte? Ich bin es leid, denkt der braunbepelzte Geselle, mein trauriges Los muss ein Ende haben. Regie: Otto Düben, Musik: Peter Zwetkoff
©1988 SWR-Manuskript (P)1988 SWR/NDR