Andreas Ammer has 5 audiobooks on Listento.it, narrated by 13 narrators. The most-rated is Sie sprechen mit der Stasi.

Der rechte Laut hierfür fällt nicht leicht, wusste Ernst Bloch, als er 1932 über "Die Kunst, Schiller zu sprechen" nachdachte. "Die Sprache Schillers, dieselbe, in der sich bis dahin das ganze liberale Deutschland gefunden hatte, klang fremd, ja hohl." Bloch dürfte bei solchen Sätzen auch die Rezitationskunst eines Alexander Moissi in den Ohren geklungen haben, der auf frühen Schellack-Platten Schiller als Extremfall der Poesie vortrug: Rufend, jaulend, singend, aber immer lauthals mit vollem Pathos. Andere Rezitatoren standen dem nur wenig nach. Verschiedene Schellack-Rezitationen sind Grundlage des Hörspiels - konterkariert durch die freieste Musik, die die Folgezeit hervorgebracht hat: durch Töne aus Miles Davis' epochemachendem Tonträger "Bitches Brew", einer Schallplatte gewordenen Befreiung der Musik.
©2016 FM 4.5.1. (P)2016 FM 4.5.1.

Das epische Gedicht "Paradies lost" des englischen Dichters John Milton erzählt in Blankversen von Adam und Eva, dem Sündenfall, dem Teufel und der Vertreibung aus dem Paradies. Die Besetzung des zeitgenössischen Singspiel: Milton/Satan - Alexander Hacke, Adam - Günter Rüger, Eva - Anita Lane und the guitar - James Blood Ulmer.
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Ernst Jünger, Kurt Schwitters, Martin Heidegger, Gottfried Benn, eine Schallplatte von Hugo von Hofmannsthal und Stimmen auf einer Blackbox - für dieses illustre Stimmenensemble sind Andreas Ammer und FM Einheit in die Bestände des Marbacher Literaturmuseums der Moderne hinab gestiegen und haben Töne und Geschichten ans Licht und zum Tanzen gebracht. Ein Chor singt Kafkas handschriftliche Korrekturen, der Pornografieprozess gegen Arno Schmidt wird noch einmal aufgerollt, die Einrichtung des Armeearztes Dr. Gottfried Benn wird lautstark zertrümmert - und in den stillen Momenten zitiert Ernst Jünger aus seinem berüchtigten Zettelkasten "Letzte Worte". Mit Andreas Ammer, FM Einheit, Felix Goeser, Heinrich Steinfest, Guenter Rueger, Markus Calvin, Joanne Moar, Friedrich Christian Delius.
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Andreas Ammer und FM Einheit lassen in ihrer im Juni 2002 an der Oper Bonn uraufgeführten Originaltonoper die gealterten Bundesbürger Frau Meinhof und Herrn Baader sich erinnern - an die Zeiten des "legitimen Widerstands" gegen den "faschistischen" deutschen Staat. Viel mehr als die Reminiszenz, ein wenig Sex und ein schnelles Auto ist Frau Meinhof und Herrn Baader allerdings nicht geblieben. Doch dann treten die, zu Opernhelden mutierten Terroristen Ulrike M. und Andreas B. auf und mit ihnen erklingen jene Töne, die unvergesslich bleiben: Die schrillen Fahndungsmeldungen und die hetzerischen Kommentare in Radio und Fernsehen, die hilflosen Verlautbarungen der Politiker, und schließlich die Stimme von Ulrike Meinhof. Mit: Jennifer Minetti (Frau Meinhof), Günter Rüger (Herr Baader), Jasmin Tabatabai (Ulrike M.), Erik Biegel (Andreas B.) und dem Chor der Oper Bonn - Musik: F M Einheit, gespielt vom finnischen Kult-Elektronik-Duo Pansonic und Saskia von Klitzing.
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"Hoffentlich läuft das Tonband, Sie Anfänger!" Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR: Schaltstelle zur Überwachung der Bürger und Archiv für Dokumente der Kontrolle und Bespitzelung. Was bis heute nicht nach außen drang, sind die Mitschnitte von Vernehmungen und unzähligen Anrufen aus DDR und BRD, um Mitbürger zu denunzieren: mögliche Grenzflüchtige, unerlaubte Warensendungen, mangelnde Gesinnung. Doch es gibt auch die andere Seite, die Sabotage: zum Beispiel den "Telefonterrormenschen", der regelmäßig anruft, um die Leitungen der Stasi zu blockieren... Die Autoren haben sich durch unzählige Stunden Originalton-Material gehört und daraus eine bewegende Collage geschaffen. Ein Dokument des Mitläufertums, des Verrats Vieler, aber auch des Widerspruchs und Widerstands mutiger Einzelner.
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