Anna Doubek has narrated 10 audiobooks on Listento.it by 6 authors. The most-rated is Wer nicht muss, der kann (brand eins: Liebe).

Ein Beitrag aus der Februarausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Marketing".Zum Interview im Hamburger Hauptquartier des Zigarettenkonzerns Reemtsma erwartet man einen Geschäftsführer, der ein bisschen gebückt geht unter der Last von Werbe-Restriktionen und Rauchverboten. Man erwartet einen Mann, der dauernd hustet. Doch es kommt Titus Wouda Kuipers, ein in Niederländisch eingefärbtem Singsang sprechender und freundlicher Nichtraucher. Den Mitarbeitern des drittgrößten Unternehmens auf dem deutschen Zigarettenmarkt (unter anderem Davidoff, West, Peter Stuyvesant) dürfte der fröhliche Chef guttun, denn zuletzt hatten sie nicht viel zu lachen. Sie verkaufen eine Ware, die sich mehr als die meisten anderen durch ihr Image von jener der Konkurrenz unterscheidet. Das Image ist Teil des Produkts, das Marketing Kerngeschäft. Doch in den vergangenen Jahren scheint es, als müssten sich nur zwei Gesundheitspolitiker treffen, und schon steht eine weitere Möglichkeit der Werbung auf dem Index.
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Samuel Keller hat die Art Basel Miami Beach erfunden und mit ihr das Kunstmarketing als glamouröses Gesellschafts-Event. Inzwischen ist er Museumsdirektor und sagt: Die Wirtschaft kann von der Kunst lernen, wie man mit Krisen umgeht.
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Ein Beitrag aus der Februarausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Marketing".Liam Mulhall hatte keine Lust mehr auf seinen Job. Der Australier kündigte 2001 die hoch dotierte Anstellung beim Linux-Beratungsunternehmen Red Hat. Die nächste Karriere sollte eher bodenständig ausfallen. Mit zwei Kumpels wollte der Software-Experte eine Bar mit hausgebrautem Bier aufmachen. Nach Monaten, in denen er vergeblich ein geeignetes Lokal gesucht hatte, entschied Mulhall, doch wieder ein größeres Rad zu drehen. Das neue Ziel: die Erfahrungen aus seinem Leben als Open-Source-Software-Spezialist auf die Welt des Bieres zu übertragen - und das faktische Duopol der beiden australischen Großbrauereien mit rund 94 Prozent Marktanteil aufzubrechen.
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Ein Beitrag aus der Aprilausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Wirtschaft und Wahrheit".Was für ein Wahnsinnspreis! Von Bremen nach Venedig fliegen für nur 2,99 Euro. Mit Ryanair. Ein paar Klicks später summiert sich der Preis inklusive Steuern und Gebühren, den Kosten für einen mittelschweren Koffer und der Abfertigung am Flughafen auf 43,31 Euro. Immerhin das 15-fache des ursprünglich angegebenen Preises.Ein übler Trick? Oder einfach ein cleveres Geschäftsmodell? Kommt darauf an, wen man fragt. Edda Castello von der Verbraucherzentrale Hamburg sagt: "Das geht gar nicht." Denn: "Marktwirtschaft heißt ja auch, dass Verbraucher Preise vergleichen können. Wenn Preise aber aufgespalten werden in Gebühren und Ähnliches, dann ist das nicht mehr möglich." Für Michel Clement, Marketing-Professor an der Universität Hamburg, ist die Sache weniger eindeutig. "Das hängt wohl von der Wahrnehmung des Kunden ab", sagt er vorsichtig.
©2008 brand eins Medien AG (P)2008 brand eins Medien AG

Ein Beitrag aus der Märzausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Tempo".Vor dem Besuch in der Werkstatt des Silberschmieds Wilfried Moll gab es eine Vereinbarung. "Muss denn in der Geschichte stehen, wo ich arbeite?", fragte er am Telefon ein wenig schüchtern. Für ein Porträt, war die Antwort, sei das vielleicht hilfreich. "Wissen Sie, das hier ist ein bisschen meine Einsiedelei", gab er zu bedenken. Er sei dort ganz allein, niemand komme und störe ihn. Vielleicht eine kleine Andeutung, nichts Bestimmtes, damit sich die Leser etwas vorstellen können? "Hm, und wenn dann Leute anfangen zu suchen?", fragte Moll besorgt.
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Ein Beitrag aus der Aprilausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Wirtschaft und Wahrheit".Andreas Zach kommt gerade von einem neuen Lieblingsschaden, wie er sagt. 4000 Tonnen Sauerkraut und Gurken sind unter einem Dach begraben, das wahrscheinlich wegen einer brennenden Fotovoltaik-Anlage einstürzte. Der 48-Jährige freut sich, wie er erzählt, in seinem Beruf als Schadenregulierer bei der Allianz ständig neue Menschen, Maschinen und Unternehmen kennenzulernen. Seine Aufgabe sei es, den Kunden nach Schäden schnell zu helfen und zu ermitteln, was ihnen zusteht. Dann mache dem studierten Agrarwissenschaftler, der eigentlich Entwicklungshelfer werden wollte, sein Beruf Spaß. Wenn ihn aber schwarze Schafe zu betrügen versuchten, bekämen sie Anzeigen. Denn Versicherungsbetrug sei eine Straftat und kein Kavaliersdelikt, er schade den ehrlichen Versicherungsnehmern: Sie bezahlten die ergaunerten Summen mit höheren Prämien.
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Ein Beitrag aus der Märzausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Kapital".Menschen. Wissen. Spaß. Ein guter Ruf. Unorthodoxes Denken.Und ein ganz besonderer Profit. Das ist die Kapitallage der Firma Kreidezeit. Heute verbinden heute viele Menschen "Geld" mit "wichtig". Auch wenn Geld nur eine Idee ist, bestenfalls bedrucktes Papier. Aber nehmen wir mal an, wir kehrten ins Reale zurück, dorthin, wo wir atmen, einen Fuß vor den anderen setzen, uns ansehen. Nehmen wir an, wir gäben dem Wort seinen ursprünglichen Inhalt zurück. Was könnte Kapital dann bedeuten?
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Ein Beitrag aus der Aprilausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Entfremdung".Katrin Bornberg und Michael Franke haben aus der Unübersichtlichkeit ein Geschäft gemacht: Sie prüfen Verträge und sorgen für Chancengleichheit für Kunden, Versicherungen und Makler... "Trinken Sie regelmäßig Alkohol? Sind Sie oder waren Sie wegen Alkoholismus in Behandlung?" - Für den Alkoholiker machen diese Fragen keinen Unterschied. Für den Versicherungsnehmer schon, nämlich dann, wenn seine private Krankenversicherung die Kosten einer Behandlung übernehmen soll. Ob sie dafür aufkommt, hängt häufig an der Frage: Hat der Versicherungsnehmer bei der Gesundheitsprüfung wahrheitsgemäß geantwortet? Das ist zuweilen schwer zu entscheiden. Was ist regelmäßiges Trinken? Auf jeden Fall eine Möglichkeit für die Versicherung, sich vor einer Leistung zu drücken.
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Ein Beitrag aus der Dezemberausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Design".Der Vorstand sagt: "Wenn unsere Leute abends mit einem Hilti-T-Shirt irgendwo in der Schweiz oder Deutschland in eine Kneipe gehen, dann werden die überall gefragt, ob sie nicht noch so ein T-Shirt zum Verschenken hätten. Oder wenigstens einen Aufkleber oder so etwas." Der Journalist denkt: Ja, ja, das wird sicher mal vorkommen. Der Vorstand sagt: "Wenn Einkaufsleiter bei Bauunternehmen an ihrer Tür stehen haben: 'Vertreterbesuche nur mittwochs von 14 bis 16 Uhr', dann gilt das nicht für den Hilti-Mann. Der darf immer rein." Der Journalist denkt: Da wird der eine oder andere Einkäufer wohl nicht einverstanden sein. Der Vorstand sagt: "Auf dem Bau gilt eine feste Regel. Störe die Leute nie in der Frühstückspause im Bauwagen. Glauben Sie mir: Der Hilti-Vertreter ist auch da willkommen." Der Journalist denkt an seinen vierwöchigen Ferienjob auf dem Bau vor rund 15 Jahren und glaubt es nicht.
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Ein Beitrag aus der Maiausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Liebe".Zweifler gibt es immer. Nennen wir sie die Ja-aber-Sager. Sie sagen "Ja, aber...", wenn sie von einer Idee hören, die ihnen eigentlich gefällt, der sie aber nicht ganz trauen: Ja, aber wie soll das in der Praxis funktionieren? Wer soll das finanzieren? Und überhaupt: Hatten wir die Idee nicht schon mal? Man kann die Ja-aber-Sager nicht bekämpfen, wenn sie einmal da sind. Und es ist auch nicht der Mühe wert, gegen sie zu protestieren.
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